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Erwachsen werden – Erwachsen sein, was ändert sich?

Am 31.05.2017 fand auf Einladung der Cabrini-Schule Offenstetten und der Offenen Behindertenarbeit Magdalena ein besonderer Vortrag zum Thema „Erwachsen werden – Erwachsen sein, was ändert sich?" im Integrations- und Begegnungszentrum Cabrizio statt. 

Herr Jürgen Greß, Fachanwalt für Sozialrecht aus München, gab in der sehr gut besuchten Veranstaltung einen Überblick darüber,  was sich beim Erreichen der Volljährigkeit eines Kindes mit einer Behinderung und der elterlichen Sorge ändert. In Deutschland ist für Menschen mit Behinderung über 18 Jahre, die nicht in der Lage sind, für sich selbst zu entscheiden die Bestellung einer rechtlichen Betreuung vorgesehen. Ein Gericht entscheidet in jedem Einzelfall darüber, ob eine rechtliche Betreuung nötig ist und welche Person die Verantwortung für diese Aufgabe übernehmen wird. Mit der rechtlichen Betreuung können Personen aus der eigenen Familie, wie Eltern, Geschwister oder Verwandte jedoch auch andere Personen bis hin zum Berufsbetreuer beauftragt werden. Herr Gress erläuterte die gesetzlichen Grundlagen sowie das Verfahren zur Bestellung einer rechtlichen Betreuung, durch die der Betreute bei wichtigen Entscheidungen unterstützt werden soll. In seinem Vortrag informierte der Referent die anwesenden Besucher auch darüber, welche Sozialleistungen erwachsenen Menschen mit einer Behinderung, wie z.B. der Schwerbehindertenausweis, zustehen.  Für die speziellen Fragen der interessierten Eltern stellte sich Herr Gress am Ende der Veranstaltung zur Verfügung.

Die Cabrini-Schule Offenstetten und die Offene Behindertenarbeit Magdalena planen für die Zukunft weitere Vorträge zu pädagogischen und rechtlichen Themenschwerpunkten, die den Eltern von Menschen mit Behinderungen wichtige Hilfestellungen geben sollen.

Text und Bild: Rudolf Dittmeier / Cabrini Schule