Kinderhand und Bauklotz

Neue Projekte der Frühförderstelle Abensberg stärken Eltern den Rücken

Wie nachhaltig sind die zahlreichen therapeutischen -  pädagogischen Angebote der Interdisziplinären Frühförderung für die Kinder? Entscheidend dafür ist die gute Zusammenarbeit mit den Eltern.

Seit Mai 2016 machen wir uns Gedanken, wie wir Eltern noch besser in ihren Anliegen verstehen und begleiten können.

In mehreren Workshops und internen Fortbildungen haben wir intensiv diskutiert und Kreativität und Leidenschaft für unsere Familien sprühen lassen.

Herausgekommen sind 3 wegweisende Neuerungen:

  1. Ab 2017 bieten wir ELTERNBEZOGENE PROJEKTE mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Hier einige „Highlights": 

„Leben in Bayern":

An 4 Abenden pro Jahr erfahren Eltern mit Migrationshintergrund Wissenswertes zu kulturellen und bildungsbezogenen Besonderheiten in Bayern (z.B. „Was hat es mit der Schultüte auf sich?").

„Freiheit in Grenzen":

Eltern treffen sich an 6 Nachmittagen in Folge mit Fachkräften der Frühförderstelle. Wir entwickeln anhand der DVD  „Freiheit in Grenzen" neue Lösungsansätze für herausfordernde Erziehungssituationen.

Familienbegleitung intensiv":

Fachkräfte der Frühförderstelle begleiten eine Familie über 2-3 Tage mehrere Stunden am Stück im Alltag. So werden entwicklungsfördernde Lösungsansätze in konkreten Situationen entwickelt und erprobt.

Weitere Projekte: Ein gemeinsames Wochenende für Familien, die Durchführung des „Marburger Konzentrationstrainings" mit Elternabenden und therapeutische Intensivtage für Kinder und Eltern in der Frühförderstelle.

  1. RUNDER TISCH

Kinder in der interdisziplinären Frühförderung erhalten bis zu vier therapeutisch – pädagogische Angebote. Damit Eltern den komplexen Prozess der Frühförderung noch transparenter erleben, wird ab sofort einmal im Jahr ein Runder Tisch angeboten. Alle Fachkräfte werden zu einer gemeinsamen Runde mit den Eltern eingeladen. Hier werden verbindliche interdisziplinäre Ziele formuliert, Anliegen der Eltern aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und therapeutische Behandlungsansätze direkt aufeinander abgestimmt. Falls die Eltern dies wünschen, nehmen auch Fachkräfte aus dem Kindergarten teil.

Unsere bisherigen Erfahrungen seit Einführung der Runden Tische:

Die Organisation der Runden Tische ist für die verantwortlichen Fachkräfte zwar zeitlich sehr aufwändig, doch die Mühe lohnt sich! Die Eltern schätzen die Transparenz und fühlen sich in ihrer Rolle als Auftrag gebende Klienten des Prozesses gestärkt. Fachkräfte aus den Kindergärten erleben sich in ihrer eigenen Fachkompetenz gewürdigt. Der Prozess der Frühförderung wird für alle Beteiligten übersichtlicher und lebendiger.

  1. ELTERNGESPRÄCHE

Jede verantwortliche Fachkraft führt mindestens 2mal pro Jahr Gespräche mit den Eltern durch, in denen die Entwicklung des Kindes reflektiert und Unterstützungs-möglichkeiten beleuchtet werden.

Vorab holt sie von allen mit dem Kind arbeitenden Fachkräften Informationen über den Stand der Förderung ein.

 

Wir freuen uns, mit Eltern neue Wege zu gehen und laden Sie ganz herzlich zu den spannenden Projekten im neuen Jahr ein!

Bei der Katholischen Jugendfürsorge bedanken wir uns ganz herzlich, dass sie als Träger diese auch organisatorisch tiefgreifende Veränderung unterstützt und mitträgt!

 

Ihr Team der Frühförderstelle Abensberg